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Staatsminister Jürgen Banzer zu Besuch beim Mammolshainer Heimatverein

26.02.2010 - 15:37

Bericht von Herrn Stefan Jung ( Taunuszeitung )

Jürgen Banzer beim Mammolshainer Heimatverein
Ein Scheck über 500 Euro – Jürgen Banzer (CDU) hat in seiner Zeit als Landrat wie auch als Hessischer Sozialminister sicher schon üppigere Zuwendungen unters Volk bringen können. So warmherzig wie jetzt in Mammolshain ist Banzer aber wohl noch nicht oft begrüßt worden
Mammolshain. «Herzlich willkommen Herr Minister Banzer» steht gut lesbar auf dem Papierschild in der Mitte des Tisches. Um den Tisch herum sitzen Mitglieder des Mammolshainer Heimatvereins und warten auf den Herrn Minister. Und das tun sie gerne, auch wenn Banzers Terminplan so voll ist, dass er eine halbe Stunde später als ursprünglich geplant im Dorfgemeinschaftshaus ankommt.
Banzer und Mammolshain – das ist schon «etwas Besonderes». Dessen ist sich auch der Minister bewusst. In seiner Begrüßung erinnert er gut gelaunt daran, dass es just der kleinste Königsteiner Stadtteil war, in dem er als junger Landrat seine erste Schirmherrschaft übernommen hatte. Unsicher sei er damals gewesen. Er hatte doch alles richtig machen wollen.
Das scheint ihm gelungen zu sein. Die Mammolshainer, allen voran ihr Ortsvorsteher Bernd Hartmann (CDU), schätzen nach wie vor den guten Kontakt zu ihrem ehemaligen Landrat, wissen, dass er auch nach seinem Wechsel gen Wiesbaden nach wie vor ein offenes Ohr für ihre Belange hat. So wie dieser Tage, als der Heimatverein mit der Bitte um Unterstützung für das neu eingerichtete Dorfmuseum bei Banzer vorstellig wurde.
Obwohl es letztlich «nur» 500 Euro geworden sind, ist man in Mammolshain froh und zufrieden. «Dieser Betrag ist für uns als kleiner Verein sehr wichtig», betont Gertrud Hartmann, die Vorsitzende des Heimatvereins.
Das Geld sei ein wichtiger Beitrag zur Anschaffung einer Glasvitrine (Kosten über 1000 Euro), die die Freunde der Dorfgeschichte dringend brauchen, um die historischen Hauben und Stoffarbeiten vor Staub und dem Zugriff von Besuchern des kleinen Museums zu schützen. Zumal die finanzielle Basis des vor 20 Jahren gegründeten Vereins bei 40 Mitgliedern und 20 Euro Beitrag im Jahr doch sehr überschaubar ist. Ohne die eine oder andere Spende und die Einnahmen aus dem Verkauf der beiden aktuellen Bücher zur Dorfgeschichte könnten der Verein und sein kleines Museum kaum existieren. Entsprechend unruhig wird Bernd Hartmann beim Blick auf den Obolus, den der Verein künftig für die Nutzung der Räume im Dorfgemeinschaftshaus an die Stadt zahlen soll. «Wir stehen hier noch in Verhandlungen, hoffen, eine Lösung zu finden, die wir uns noch irgendwie leisten können», betont der Ortsvorsteher.
Denn verzichten wollen die Mammolshainer nicht mehr auf ihr kleines Museumsstübchen, das der Heimatverein im Dorfgemeinschaftshaus eingerichtet hat (wir berichteten). Im Gegenteil. Peu à peu wollen die Mitglieder das «Gedächtnis von Mammolshain» (O-Ton Banzer) ordnen, um Alteingesessenen wie Neubürgern einen Eindruck davon zu geben, wie aus dem mittelalterlichen Ort «Meinboldeshagen» der heutige Königsteiner Stadtteil geworden ist.
Von Jürgen Banzer, der als Sozialminister auch für das Ehrenamt zuständig ist, gab es für dieses Engagement neben dem Zuschuss auch noch ein ausdrückliches Lob. «Sie leisten hier eine hervorragende, die Gemeinschaft fördernde Arbeit», betonte der CDU-Politiker und ergänzte: «Bei so vielen Veränderungen, mit denen wir heute konfrontiert werden, ist es wichtig zu wissen, wo die eigenen Wurzeln sind.»
Diese Wurzeln erkennen und damit Heimat erfahren, kann im kleinen Dorfmuseum jeder – von der Kleinfamilie bis zur Schulklasse. Und das nicht nur an jedem zweiten Sonntag im Monat, wenn das Museum ohnehin zwischen 14 und 17 Uhr geöffnet ist. «Wenn wir Zuhause sind und es sich einrichten lässt, reicht ein Anruf und wir öffnen das Museum auch außer der Reihe für kleinere Gruppen», betont Vereinschefin Gertrud Hartmann.
Wer mehr über den Heimatverein wissen oder Kontakt zu ihm aufnehmen möchte, kann dies telefonisch tun unter (06173) 4371 oder im Internet nachschauen unter http://www.heimatverein-mammolshain.de.

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