Termine

Es gibt keine nächsten Termine.

Besuch auf dem Wilhelmshof in Wehrheim

12.01.2009 - 13:37

njm
«So hohen Besuch hatte ich noch nie hier», sagte Landwirt Günter Allendörfer, als er gestern Nachmittag den «hohen Besuch» der CDU und ein stattliches Gefolge auf dem Wilhelmshof begrüßte. Am Spätnachmittag fuhren zwei Busse mit Wahlkampfslogans und den überlebensgroßen Konterfeis des kommissarischen hessischen Ministerpräsidenten und des amtierenden Staatsministers Jürgen Banzer vor, und wo Koch und Banzer drauf waren, stiegen auch Koch und Banzer aus. Zum Tross gehörten auch Bundestagsabgeordneter Holger Haibach, Landtagsabgeordneter Holger Bellino sowie Landrat Ulrich Krebs und viele christdemokratische Mandatsträger aus der Kommunalpolitik und den Berufsverbänden, allen voran der Präsident des Hessischen Bauernverbandes, Friedhelm Schneider.

Die Wiederkäuer im neuen Stall schon im Blick, hörten die Gäste dem Landwirt zu, als er den Hof und seinen Sohn Christian (19) vorstellte, dem er die Betriebsleitung des Hofes übertragen hatte. 80 Milchkühe und 100 Stück Jungvieh zähle der Bestand, und außer der Milchwirtschaft betreibe man eine intensive Rinderzucht, erläuterte Allendörfer und wies auf die über 300-jährige Geschichte des Familienbetriebes hin. Vor zwei Jahren habe er dem Drängen des Sohnes nachgegeben und mit ihm einen neuen Kuhstall geplant. Den nahmen die Politiker als erstes in Augenschein, und der Ministerpräsident zeigte den Tieren gegenüber keine Scheu, nahm eine Handvoll Futter und hatte bei einer «schwarzbunten Dame» Glück, die wenigstens an dem Angebot schnupperte, während die anderen Reißaus nahmen.
Nach der Besichtigung hob der Ministerpräsident die Bedeutung der Landwirtschaft auch für das Ballungsgebiet Rhein-Main hervor, nannte aber auch die Nachteile einer Mittelgebirgslandschaft, wenn es um den Wettbewerb mit anderen europäischen Ländern, Polen beispielsweise, oder Bundesländern wie Brandenburg gehe. Den Bauern sprach Koch aus der Seele, als er einen Milchpreis von unter 35 Cent pro Liter als nicht rentabel bezeichnete, wies aber auf die Schwierigkeiten hin, auf europäischer Ebene und dem Markt höhere Preise durchzusetzen.

Zurück