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Alle wollen den neuen Kunstrasenplatz sehen

15.10.2009 - 12:02

Artikel der Taunuszeitung vom 12.10.2009

Das sonntägliche Tagesprogramm zeigte, wie schmerzlich der Fußballplatz in Schloßborn vermisst worden war. Kaum war die offizielle Eröffnung und Übergabe des Kunstrasenfeldes vollzogen, machten sich schon die ersten Spieler auf den Weg zum Aufwärmen. Gleich zwei Punktspiele des FC Schloßborn waren für den Nachmittag angesetzt.

Doch zuvor hatten die Ehrengäste das Wort und gestanden ihre Verbundenheit zum Fußball. Auch Staatsminister Jürgen Banzer (CDU) hatte als Kind Freude am Fußball, durfte jedoch nicht auf dem Rasenplatz kicken, denn der sei «den Großen» vorbehalten gewesen. Hätte es damals schon einen strapazierfähigen Kunstrasenplatz gegeben, vielleicht wäre Banzer dem Spiel so treu geblieben wie Bürgermeister Thomas Fischer (CDU). Ihm juckte es als leidenschaftlichem Fußballer in den Füßen, als sich die Prominenz am Mittelkreis versammelte. «Er hat ja beim Spiel gegen die Sportpresse noch für die Zackenkicker gespielt, aber hatte am Sonntag seinen Spielerpass nicht dabei», lachte der FC-Vorsitzende Herbert Freudl, der sich am Tag nach der Einweihung immer noch begeistert zeigte. «500 Gäste, Vertreter von über 20 Vereinen und trotz der Herbstferien all unsere Mannschaften in Trikots – einfach ein tolles Bild.» Vergessen war da schon, dass «am Ende kein Blatt Papier mehr zwischen das Ende der Arbeiten und die Einweihung passte», wie Freudl erklärte. Die dreieinhalb Wochen Puffer, die vor Beginn des Umbaus eingeplant waren, wurden bis auf den letzten Tag aufgebraucht. «Es gab Lieferschwierigkeiten, aber am Samstag war alles erledigt.» Nun soll der Platz ein Magnet für die Jugend werden. «Wir wollen mit dieser Anlage den Jugendlichen eine Heimat bieten, in der sie sich wohlfühlen», so Freudl. Immerhin 10 Spieler aus dem eigenen Nachwuchs seien mittlerweile in den ersten beiden Mannschaften vertreten, nachdem der Verein bei der Jugendarbeit 1995 bei null anfangen musste.

Bei all der Freude war am Nachmittag auch die 0:5-Niederlage der Ersten Mannschaft in der Verbandsliga gegen den SV Zeilsheim schnell vergessen. «Klar gab es in der Stimmung einen kleinen Knacks, aber die Musik der Band ,Dampfmaschine‘ hat die Niederlage schnell aus den Köpfen verdrängt.» Mehr Grund zum Feiern hatte die Zweite Mannschaft des FC, die mit einem 3:0-Sieg gegen Schwanheim ihre Tabellenführung in der Kreisliga B festigen konnte.

Während die Fußballer nun richtig loslegen können, müssen sich die Turner vom TV Schloßborn 1894, die das Projekt gemeinsam mit dem FC und der Gemeinde stemmen, noch etwas gedulden. Erst im Frühjahr werden sie wohl so richtig durchstarten können. Denn so lange dauert es vermutlich noch, bis die Tartanbahn der Turner fertig ist. Bis dahin können aber schon die Anlagen für Weitsprung und Kugelstoßen voll genutzt werden.

Im Mai 2010 soll spätestens alles fertig sein. Denn für diesen Monat ist die große Einweihung des Sportparks vorgesehen. Nur so viel vorab: Für die erste Schloßborner Olympiade soll im Idealfall der ganze Ort mobilisiert werden.

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